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SPARTE FUSSBALL im SV Linsburg Diese Seite enthält Berichte über Kurioses, Nach- und Bedenkliches aus der Schiedsrichterwelt.
Schiedsrichter gewürgt! Bewährungsstrafe für Geretsrieder Fußballer (Geretsried/Bad Tölz) Der Fall hatte vor geraumer Zeit bundesweit Schlagzeilen gemacht: Ein Fußballspieler würgte bei einem unbedeutenden Spiel aus nichtigem Anlass den Schiedsrichter. Daraufhin verurteilte das Amtsgericht Wolfratshausen den Täter, einen 43-jährigen Geretsrieder, wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung. VON HANS STAAR Ereignet hatte sich der Zwischenfall bei einem A-Klassen-Punktspiel zwischen dem SV Bad Tölz II und Olympic Geretsried beim Spielstand von 2:0. Wie der Schiedsrichter Willi D. bei der Verhandlung aussagte, sei das Spiel „ein bissl eskaliert“, nachdem er einen Olympic-Spieler schon nach 16 Minuten des Feldes verwiesen hatte. Eine Szene kurz vor der Halbzeit ließ das Geschehen völlig entgleisen. Einem Tölzer Verteidiger war der Ball an die Hand geschossen worden. „Nie und nimmer absichtliches Handspiel“, befand der Unparteiische. Olympic allerdings forderte vehement Elfmeter. Dann geschah es: Der zuvor bereits verwarnte Vassilios I., Olympic - Gründungsmitglied, Präsident und Mannschaftskapitän, packte den Schiedsrichter am Arm, riss ihn herum und herrschte ihn an: „Was pfeifst Du?“, worauf der Unparteiische erneut eine Karte zückte. Nun riss bei Vassilios I. vollends der Film. Er ging dem Schiedsrichter an die Gurgel. Nur das beherzte Eingreifen eines Zuschauers verhinderte Schlimmeres. Ein weiterer Olympic-Spieler, der Bruder des Angeklagten, verpasste dem Schiedsrichter wenig später einen Fußtritt. Unter den Folgen leidet Willi D. noch heute – körperlich und seelisch. „Ich habe bis heute Probleme beim Laufen. Die Szene läuft immer wieder vor mir ab.“ Auf Anraten seiner Ärzte hat er inzwischen wieder „ein, zwei Fußballspiele“ geleitet, nachdem er über zwei Monate arbeitsunfähig war. Dramatisch waren die Folgen der Tat auch für Vassilios I. Er saß 23 Tage in Untersuchungshaft und wurde inzwischen auf Lebenszeit aus dem Fußballverband ausgeschlossen. Der zweifache Vater muss die Verfahrenskosten tragen, 500 Euro an den Weißen Ring bezahlen und hat im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs 1000 Euro an Willi D. übergeben – nur entschuldigt hat er sich nicht. Richter Helmut Berger gab dem voll geständigen Angeklagten mahnende Worte mit auf den Weg: „Fußball ist ein Spiel, ein bloßes Freizeitvergnügen. Als Sportsmann muss man tatsächliche oder vermeintliche Fehler anderer akzeptieren. Wer das nicht kann, muss mit den Konsequenzen leben. Was hier geschehen ist, hat mir den Atem geraubt und ist durch nichts zu entschuldigen.“ mm Quelle: www.merkur-online.de Weitere Schiri - Seiten Ältere Seiten der SVL Schiriorganisation befinden sich im Schiedsrichter-Archiv. Artikel zum Thema Schiedsrichter auf sv-linsburg.de:
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