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EINZELAKTIONEN und SONDERTHEMEN des SVL


Auf dieser Seite informiert der SV Linsburg über Einzelaktionen und Sonderthemen, die z.T. über das rein sportliche hinausgehen und in keines der anderen Kapitel hineinpassen.

 

Themen des Kapitels "Aktionen":

sowie die folgenden Artikel:

Bewegung statt Bettruhe

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Bewegung statt Bettruhe

Foto Jörg BlechSchonung und Bettruhe waren jahrzehntelang bei Krankheit das oberste Gebot. Warum körperliche Aktivität eine viel potentere Medizin ist, erklärt Jörg Blech, „Spiegel“ - Korrespondent in den USA und Autor des Buches „Bewegung“ (Foto rechts).

Wir Deutschen bewegen uns zu wenig. Oft sind es kaum 3000 Schritte am Tag. Wie müssten wir unser Leben verändern, damit es wieder bewegter wird?

Der Trick besteht darin, die Bewegung in den Alltag zu integrieren: Ich bewege mich beispielsweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad ins Büro. Generell kann man viele Wege aus eigener Kraft machen: mit den Kindern zur Schule gehen, Einkäufe zu Fuß erledigen, ein paar Haltestellen vorher aussteigen. Mit diesen Touren kommt man schnell auf 30 Minuten Ertüchtigung am Tag.

Das klingt nach einem relativ einfachen Rezept. Warum macht das trotzdem kaum jemand?

Es gibt ja viele Menschen, welche die Bewegung beherzigen — und sich selbst belohnen, etwa weil sie auch noch mit 75 Jahren Wandertouren durch die Alpen machen können.

Demgegenüber stehen jedoch viele Menschen, die sich vom mittleren Alter an so gut wie nicht mehr bewegen und dann irgendwann nicht mehr gut beieinander sind: Sie erkranken an Diabetes, haben Rückenschmerzen, können die Enkelkinder nicht mehr hochheben, sind nicht mehr trittsicher und brechen sich bei einem Sturz schnell die Knochen. Dieses schlecht Körpergefühl gleicht einer Behinderung, was viele der Betroffenen auf das Alter schieben - in Wahrheit sind das aber die Folgen jahrzehntelanger körperlicher Inaktivität. Wer diese Zusammenhänge akzeptiert, der hat den ersten Schritt zu mehr Bewegung bereits getan.

Gibt es Daten dazu, wie unsere Gesundheit von mehr Bewegung profitiert?

Bewegung setzt physiologische Prozesse in Gang, die pharmakologisch gesehen wie Medikamente wirken.
Epidemiologische Studien zeigen: Tägliche körperliche Aktivität ist verbunden mit verringertem Risiko für

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Schlaganfall,
  • Gedächtnisschwund,
  • Depression,
  • Typ-2-Diabetes,
  • Fettleibigkeit.

Das Risiko für Brust- und Darmkrebs wird ebenfalls gesenkt. Das gilt für jede Bewegung, die wir durch die Arbeit unserer Muskeln hervorbringen: Wandern und Aktivitäten des Alltags wie Treppensteigen, Gehen, Radfahren, Unkraut jäten oder der Hausputz. Gerade diese Art von Gesundheitssport hält jung und verlängert das Leben.

Warum verordnen Ärzte in aller Welt bei Gesundheitsproblemen lieber Pillen als eine Anderung des Lebensstils?

Das Problem liegt darin, dass Bewegung ein Verhalten ist und keine Pille, mit der sich Umsatz machen lässt. Aus diesem Grund drängt keine Werbekampagne die Bewegung in den Markt. Zwar können niedergelassene Mediziner eine Beratung über den Nutzen der Bewegung als Gesprächsleistung abrechnen, doch ist der Aufwand für ein „Pillenrezept“ geringer.

Nicola Zellmer

Der o.a. Artikel ist eine Abschrift aus "Die Harke" Nienburger Zeitung, Ausgabe Nr. 55 vom 05. März 2008, Seite 27, Überschrift "Bewegung statt Bettruhe", Autorin: Nicola Zellmer.

Letzte Änderung: 03.08.2010

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