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Fahrt und Wanderung in den Süntel

Freizeitgestaltung? www?

Ja, für uns war und ist www „die“ Freizeitgestaltung. Aber nicht world wide web, sondern:

  • Wandern
  • Walking
  • Wellness

Natürlich braucht man auch das web, um die anderen Dinge zu einem Wanderwochenende vorzubereiten, so ist das ja nicht. Der wichtige Teil unserer Aktivität lag jedoch auf unserem www. Viel frische Luft, weil meistens draußen.

Ich will aber mal vor vorn beginnen und allen Interessierten einen Freizeittipp weitergeben, der in der Nähe liegt, mit S-Bahn und Bus erreichbar ist und durchaus auf einen Tag gelegt werden kann.

Alles begann mit einer Fahrradtour im Jahr 2008 am Nord-Ostseekanal. Sieben unentwegte Radler, allesamt SV Linsburg - Mitglieder, fuhren also an einem Wochenende im Mai 100 Kilometer entlang der meistbefahrenen Wasserstraße Europas. Dann kam es: „Nächstes Mal können wir ja mal was zu Fuß machen. Wochenende mit Übernachtung und so.

Im Dezember 2008 wurde das Thema noch mal aufgegriffen.
Ratzfatz fanden sich 5 Ehepaare, davon 4 SVL Mitglieder und ein Gastehepaar aus Braunschweig. Das Ziel war nach einem Tipp unseres Spartenleiters Wandern, Gunter Laege, schnell gefunden. In den Süntel sollte es gehen. Ein Höhenzug des Weserberglandes, gleich neben dem Deister. Aussichtsplateaus auf Höhen über 300 Meter (Hohenstein und Grüner Altar) bis über 400 Meter (Süntelturm). Eine Tropfsteinhöhle und der größte natürliche Wasserfall Norddeutschlands waren Wegpunkte.

BildGestartet ist die 10 Personengruppe morgens 7.38 ab Bahnhof Linsburg, über Nienburg, Hannover und Hameln und mit dem Bus nach Hessisch Oldendorf. Zwei Schöne-Wochenende Tickets und zwei Gruppenkarten für den Bus brachten uns in etwas mehr als 2 Stunden an den Startort Hessisch Oldendorf. Bereits aus dem Bus heraus konnten wir, zumindest teilweise, den Höhenzug Süntel erkennen. Seine Kuppen lagen jedoch im Dunst und es regnete ständig. Aber wir hatten auch eine Übernachtung gebucht und angezahlt. Also musste es schließlich losgehen.

Gegen 10.30 wanderten wir mit Gepäck los. Aus Hessisch-Oldendorf heraus stetig bergan, ständig unter Dauerregen, mal mehr, mal weniger. Aber alle waren so guter Dinge, dass das alles nicht hinderte. Nach 2 ½ Stunden Bilderreichten wir die Schillathöhle am Westrand des Süntel. Klitschenass wollten wir zunächst ausruhen und dann zu einer Höhlenführung starten. Aber nichts da. Entweder sofort oder erst in 90 Minuten. Alle 10 natürlich: „Dann sofort“. Also die nassen Jacken wieder an, Helm auf den Kopf, teilweise mit Beleuchtung, und ab ging es mit dem Fahrstuhl 45 Meter unter die Erdoberfläche durch Jahrtausende Erdgeschichte. Mehr wird hierzu nicht verraten. Es war wirklich beeindruckend. Ein paar Bilder sind im Anhang.

Unsere Pause machten wir nach der sehr interessanten Führung. Dem Eingangsbereich der Höhle ist ein Landfrauenkaffee angegliedert. Selbst gemachte Torten, heißer Tee oder auch 'n Bierchen und hausgemachte Kartoffelsuppe mit Cabanossi zu annehmbaren Preisen. Das war eine Pause voll nach unserem Geschmack.

Von hier aus zum besagten Wasserfall bei Langenfeld. Schon wieder Wasser, Wasser, Wasser. Aber der Regen ließ langsam nach. Bei klarer Sicht wäre das alles noch mal so schön  gewesen. Und das alles praktisch vor der Haustür.

Vom Wasserfall ganz oben ging es nun in die Schlucht des Höllenbaches hinunter, was aufgrund der Wetterlage und der Wegbeschaffenheit nicht ganz einfach war. Aber es musste sein, denn am Ende der Schlucht, die auch Schneegrund genannt wird, befindet sich das gleichnamige Naturfreundehaus. Nur Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar, direkt am Höllenbach, der ordentlich Wasser führte, absolut idyllisch gelegen. Mit Spielwiese, Spielgeräten usw.. Nach fast 7 Stunden am Tagesziel. Hier sollte übernachtet werden. Die „Heimeltern“ Frau und Herr Beyer nahmen uns ganz toll auf. Zunächst aus den nassen Jacken raus, dann Einweisung in die Örtlichkeiten, Bettenverteilung mit ordentlichen Etagenbetten, Betten beziehen und nun zum Feierabend.

Ein deftiges Gulasch mit Rotkohl, Kartoffeln und ein paar Nudeln plus Nachtisch. Es war einfach super. Frau Beyer las uns praktisch jeden Wunsch von den Augen ab. So gab es dann auch das eine oder andere Schaumburger Landbier (für die Herren ein Höhepunkt der Tour) und ein Schlückchen Wein. Mit viel Spiel und Spass wurde es ein superlustiger Abend.

Bei den meisten war aufgrund der Strapazen dann doch Tiefschlaf angesagt. Das Naturfreundehaus Schneegrund war uns eine „rustikale“, absolut angenehme Herberge.

Sonntagmorgen 8 Uhr ein schönes Frühstück und die Möglichkeit, ein Lunchpaket zu schmieren. Halb zehn ging es wieder auf die Walz. Unser Gepäck merkten wir gerade in der ersten Stunde doch ganz ordentlich. Es ging zurück in die Schneegrundschlucht, auf halbem Wege überquerten wir den Höllenbach und änderten die Richtung auf die Aussichtsplattformen zu. Von der ersten Minute an ging es wieder bergan.
Es war allerdings immer noch sehr dunstig. Die Kuppen waren kaum zu sehen. So entschieden wir uns auf halber Höhe am Hang, mit herrlichem Blick ins Wesertal weiterzuwandern. Der „Elfuhrzug“ brachte ein paar Kannen Weizen mit und ohne Alc in der „Pappmühle“. Eine nette Wirtschaft am Fuße des Hohenstein, einen der Aussichtspunkte im Westteil des Süntel.

Einen Schlag trauten wir uns noch zu. Dann kamen doch die ersten Ermüdungserscheinungen. Und wir taten, was man immer tun soll. Aufhören, wenn es am schönsten ist.

Taxi gerufen, zum Bahnhof Bad Münder und ab nach Hause. Sonntag 16 Uhr waren wir alle unverletzt und stolz wie Otto auf das Geschaffte wieder zu Hause. Die Braunschweiger brauchten etwas länger.

Für uns alle ein unvergesslicher Wochenendtripp, auch wenn wir ein paar Sachen nicht gemacht haben, die wir uns vorgenommen hatten. Aber den Süntel zu Fuß schafft man nicht an einem Wochenende. Es lohnt sich, diese Fahrt öfter anzutreten.

Ein paar Bilder als Anregung sind noch im Anhang. Natürlich kann man auch relativ zügig mit dem PKW an den Süntel reisen. Aber man muss ihn halt erwandern. Einige Stellen sind sicherlich nicht mal mit dem Rad zu erreichen. Natur pur. Auch so was gibt es heute noch, trotz www.

Diesen Bericht hat Swen Uwe Glöckner am 10.03.09 erstellt. Eine Anregung zur Freizeitgestaltung abseits von Hektik und Stress. Tipps zur Anfahrt, Übernachtung, Kartenmaterial, Tourvorbereitung stelle ich gern zur Verfügung. Anfragen unter [glockefamily ät t-online . de].

Die nächste Wandertour ist ins Auge gefasst und wird uns sehr wahrscheinlich in das Bodetal des Harzes führen. Wir werden sehen. Für Anregungen wie diese sind wir natürlich selbst auch dankbar.

Für alle also immer gut Fuß und viel Spaß bei „Von SVEllern“ für die Menschheit.

Hier gibt es noch ein paar Fotos.

 

Datenblatt für "Fahrt und Wanderung in den Süntel"

Dauer: 2 Tage
Verkehrsmittel: Bus, Füße
Übernachtung: 1x
Personenzahl: Begrenzt durch Kapazität der Unterkunft
Kosten: Fahrt, Unterkunft, Verpflegung, Eintritt
Wetter: Egal; schönes Wetter empfehlenswert
Spaßfaktor: Hoch